Ortsverein Nottuln e.V.
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Mai 2012 Das ist der Weg der Zukunft


Grünen-Bundesvorsitzender Cem Özdemir zu Gast im DRK-Kindergarten

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Mittagessen im DRK-Kindergarten. Cem Özdemir, Bundesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen, brachte den Jungen und Mädchen die Hasensprache bei. Da musste auch Leiterin Gisela Wieskus schmunzeln.

NOTTULN. Sollte er einmal von der großen Politik genug haben, könnte Cem Özdemir ohne Probleme wieder in seinen alten Beruf als Erzieher wechseln. Und eine Stelle im Nottulner DRK-Kindergarten wäre ihm quasi schon sicher. Der Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, derzeit auf Wahlkampftour in NRW unterwegs, war am Dienstag zu Gast im Kindergarten am Kastanienplatz. Dass er immer noch einen guten Draht zu Kindern hat, bewies er beim Mittagessen mit ihnen. Da brachte er den Jungen und Mädchen nach dem Dessert die Geheimnisse der Hasensprache bei . . . Im Gegensatz zu den anstrengenden Wahlkampfterminen hatte der Besuch in Nottuln schon Wellness- Charakter. Denn Cem Özdemir, der von Philipp Scholz, Landtagskandidat der Grünen aus Senden, und Jutta Bergmoser (Havixbeck) vom Grünen-Kreisverband begleitet wurde, brauchte gestern nur gut zuhören, was ihm Kindergartenleiterin Gisela Wieskus, ihr Team und anwesende Eltern- und Trägervertreter erzählten. Das pädagogische Konzept des "Early Excellence" mit seinen drei Säulen "individuelle Förderung des Kindes", "vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Eltern" und "enge Vernetzung mit anderen Organisationen" und die Art und Weise, wie das Team des Nottulner DRK-Kindergartens dies umsetzt, beeindruckten Cem Özdemir sichtlich. "Das individualisierte Lernen ist der Weg der Zukunft", lobte er das Engagement von Träger, Erzieherinnen und Eltern. Ganz ohne Politik ging es aber beim Treffen auch nicht. Die Frage nach einer ausreichenden Anzahl von U3-Plätzen in der Gemeinde Nottuln mussten die anwesenden Erzieherinnen und Eltern verneinen. Und Kritik gab es von Eltern am geplanten Betreuungsgeld. Eine Steilvorlage für Cem Özdemir: "Wir arbeiten daran, das Betreuungsgeld zu verhindern." Es wäre besser, das Geld in Kitas und eine sachgerechte Bezahlung der Erzieherarbeit zu investieren, meinte der Grünen-Spitzenpolitiker und warb um Unterstützung. Ein bisschen Wahlkampf muss erlaubt sein.