Ortsverein Nottuln e.V.
Technik und Sicherheit
Einsatzeinheit Nord (EE I)

Juni 2013 Nottulner DRK-Techniker im Hochwassereinsatz


Hochwasser

Am Freitag den 14.Juni war die Nacht für einige Nottulner DRK Helfer um 3:18 Uhr zu Ende.
„Anforderung Bezirksregierung, Überörtliche Hilfe Hochwasser“  stand auf den Funkmeldern.
Angefordert war die so genannte Betreuungsplatzbereitschaft 500, die aus 76 Einsatzkräften besteht.
Eine lange DRK-Fahrzeugkolonne mit Betreuern, Sanitätern, Köchen und Technikern aus dem Kreis Coesfeld setzte sich in Bewegung um nach Sachsen-Anhalt zu fahren.
Es ging in den Kreis Stendal, nach Schollene, einer 1300 Einwohner zählenden Gemeinde im Elbe-Havel-Winkel.
In Stendal angekommen galt es in das nur noch wenige Kilometer entfernte Schollene zu gelangen.
Aber Katastrophen schreiben ihre eigenen Geschichten. „Um Schollene zu erreichen war ein Umweg von ca. 160 km erforderlich, da man erst das Hochwasser umfahren musste“, sagte Agnes Schürkötter vom DRK Nottuln.
Hier galt es einen Verpflegungs-und Betreuungsplatz für die eingesetzten Feuerwehren aus dem Münsterland und dem nördlichen Ruhrgebiet auf dem örtlichen Sportplatz aufzubauen, technisch Einzurichten und zu betreiben.
An Arbeit mangelte es beim DRK nicht. Denn egal wie oft die bereitstehenden Feuerwehren, das THW sowie Polizeieinheiten in den umliegenden Orten eingesetzt wurden, Verpflegung benötigten sie alle!
Und die gab es 3x täglich in Schollene bei den DRK-Kräften aus dem Kreis Coesfeld.
Zwischen 5:00 und 23:00 Uhr haben die DRK´ler gearbeitet, um die Einsatzkräfte zu versorgen. Geschlafen wurde zwischendurch in eigens mitgebrachten Zelten, die ebenfalls auf dem Sportplatz aufgestellt wurden.
Rund und sehr Kameradschaftlich lief der Einsatz innerhalb der verschiedenen Hilfsorganisationen vor Ort. „Das war ein großes Miteinander“ betonte Matthias Honisch, Techniker vom DRK Nottuln.
Weniger Rund funktionierte der Krisenstab vor Ort.
„Einige Entscheidungen waren da einfach nicht nachzuvollziehen und für uns Einsatzkräfte schwer zu Verstehen“ ergänzte Matthias Honisch.
Wichtig sei jedoch , dass die DRK-Einheit gut funktioniert hat , es den zu verpflegenden Einsatzkräften offensichtlich sehr gut geschmeckt habe und die DRK´ler in der Nacht zum 18. Juni zwar Müde aber alle wieder gesund im Kreis Coesfeld angekommen sind.