Ortsverein Nottuln e.V.
Technik und Sicherheit
Einsatzeinheit Nord (EE I)

August 2008 Mitgliederwerbung


"Motivierend und charmant"

Peter Amadeus Schneider, DRK-Vorsitzender und Bürgermeister, freut sich über die adrette Truppe, die neue Mitglieder werben soll. Hinter Schneider seine Nottulner Vorstandskollegin, Rotkreuzleiterin Agnes Schürkötter. (Foto: Frank Vogel)

Nottuln - "Ihr Auftritt hier ist richtig erfreulich", begrüßte Peter Amadeus Schneider die im einheitlichen Outfit gekommenen Studenten. "Adrett und verbindlich im Auftreten" seien sie, "motivierende und charmante Gespräche" seien zu erwarten. Und viele Gespräche werden die sieben Frauen und Männer, zu denen am Wochenende noch zwei weitere stoßen werden, führen. Denn sie sollen für das Deutsche Rote Kreuz in den nächsten drei Wochen Mitglieder werben.

Schneider begrüßte die Gäste im Rathaus in doppelter Funktion: als Bürgermeister, aber auch als Vorsitzender des DRK-Ortsvereins – an seiner Seite aus dem Ortsvorstand Rotkreuzleiterin Agnes Schürkötter und vom Kreisvorstand Dieter Schwörer. Letzterer erklärte, dass das DRK dringend auf Mitglieder angewiesen sei, die mit ihren Jahresbeiträgen die finanzielle Basis für die Arbeit der ehrenamtlichen Helfer vor Ort legen. Und die Aufgaben des DRK sind bekanntlich in Nottuln breit gestreut: von der Betreuung von Großveranstaltungen über die flankierende Hilfe bei Feuerwehreinsätzen bis hin zur Kinder- und Seniorenarbeit.

Das alles kostet Geld, beginnt bei der passenden Einsatzkleidung und dem Unterrichtsmaterial für die notwendigen fachlichen Fortbildungen und endet bei Gerätschaften und Fahrzeugen. Deshalb sei wichtig, so Schwörer, dass dem normalen Schwund an Mitgliedern durch Fortzug und ähnliche Gründe alle vier bis fünf Jahre durch die Werbung von Neumitgliedern entgegengewirkt werde.

Rund 600 Mitglieder hat das DRK zurzeit in Nottuln. Die jüngste Werbungsaktion vor vier Jahren habe, so Schneider, einen Zuwachs von 25 Prozent erbracht. Voraussagen könne man den Erfolg einer solchen Aktion natürlich nie: "Aber beim letzten Mal sind wir sehr positiv aufgenommen worden. Und ich hoffe, dass wir auch diesmal die Mitgliederzahl wieder um einiges aufstocken können."

Die Studenten aus dem ganzen Bundesgebiet und aus Österreich werden alle Ortsteile und Bauerschaften besuchen, um über die Aufgaben des DRK zu informieren und die Bürger zur Mitgliedschaft zu motivieren. "Wichtig ist uns dabei, dass es nicht um einmalige Spenden, sondern um langfristige Mitgliedschaften geht", erklärt Schwörer. Die Höhe des Jahresbeitrags kann jeder selbst bestimmen.

Die Verantwortlichen betonen die Transparenz und Seriosität der Mitgliederwerbung. Diese sei ordnungsamtlich genehmigt, alle Helfer können sich ausweisen. Wer dennoch nachhaken will, kann beim DRK-Kreisverband, Telefon 02541/94420, anrufen, dort wird jeder Helfer namentlich geführt.

Für die Hausbesuche, die ab sofort von montags bis samstags von etwa 13 bis 20 Uhr (samstags ab 11 Uhr) stattfinden, gelten strenge Regeln: So wird kein Bargeld angenommen, gehen die Helfer nicht in Altenheime oder sprechen Menschen an, die nicht selbst entscheidungsfähig sind. Auch bei denen, wo erkennbar ist, dass sie sozial schwach sind, sei man zurückhaltend. Teamleiter Olaf Hanke: "Aber wir haben immer wieder die schöne Erfahrung gemacht, dass es gerade die ärmeren Leute sind, die bereit sind, mit dem wenigen, das sie haben, etwas für alle zu tun."

VON FRANK VOGEL

7. August 2008, Westfälische Nachrichten