Ortsverein Nottuln e.V.
Technik und Sicherheit
Einsatzeinheit Nord (EE I)

Juni 2008 75 Jahre DRK Vorankündigung


Bis zu 6000 ehrenamtliche Stunden im Jahr

DRK-Ortsverein ferert am 15. Juni sein 75-jähriges Bestehen

Die Versorgung von Verletzten – hier eine Szene bei einer Übung – ist nach wie vor eine wichtige Aufgabe des Deutschen Roten Kreuzes. Die Versorgung von Verletzten – hier eine Szene bei einer Übung – ist nach wie vor eine wichtige Aufgabe des Deutschen Roten Kreuzes. (Foto: Dieter Klein)

Nottuln - Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) in Nottuln ist den meisten Bürgern bekannt, schließlich führt es die Blutspendeaktionen in allen vier Ortsteilen durch und ist bei jeder Großveranstaltung präsent. Seit 75 Jahren gibt es den Ortsverein nun schon, doch nicht jeder weiß, wie viel ehrenamtliche Arbeit in diesen Jahren geleistet wurde und wie viel sich seit der Gründung geändert hat.

"Alles kann man gar nicht erzählen", sind sich die beiden Rotkreuzleiter Agnes Schürkötter und William Sauer einig. Trotzdem erinnern sie sich an die Anfangszeiten: "Das DRK hat als sehr kleiner Verein angefangen, mit sieben oder acht Leuten. Damals gab es auch keinen eigenen Raum." Erst 1961 bekam die Truppe einen Raum in der ehemaligen Schule am Kastanienplatz. Anschließend standen Räume bei der Freiwilligen Feuerwehr Nottuln zur Verfügung. "Das reichte für die damaligen Verhältnisse", so William Sauer. Seit 1986 gibt es nun das Vereinsheim am Hallenbad, das mit der DLRG geteilt wird.

Vor 15 Jahren wurde schon einmal groß gefeiert: das 50-jährige Bestehen. Sauer: "Damals konnten wir noch alle Ehemaligen aus den Anfangsstadien einladen. Insgesamt waren das bestimmt 250 Leute." Nach dem Jubiläum wurde überlegt: Was ist zu tun? Was soll geändert werden? "So wurde das Prinzip der Blutspende verändert, und die Betreuungstermine wurden mehr", weiß Agnes Schürkötter, die seit 1986 beim DRK ist. "Über Mundpropaganda wurde das DRK bekannter, und wir bekamen auch mehr Mitglieder." Mit den neuen Aufgaben musste auch eine neue Garage her, um Anhänger und Fahrzeuge vernünftig unterzubringen. "So lange es nicht mehr wird, passt jetzt noch alles", schmunzelt William Sauer. Heute nicht mehr denkbar ohne eine spezielle Ausbildung sei der Dienst an der Autobahn in Ascheberg. "Wenn es einen Unfall gab, wurde schnell Hilfe geleistet", erinnert sich der Rotkreuzleiter.

Seit gut 13 Jahren ist der Ortsverein auch Träger des Rotkreuz-Kindergartens am Kastanienplatz. "Die Zusammenarbeit klappt sehr gut, und so übernimmt auch immer eine der Erzieherinnen die Kinderbetreuung bei der Blutspende", berichtet Agnes Schürkötter. Auch hinter diesen Aktionen steckt viel Arbeit: Die Aktiven des Vereins führen die Blutspende durch, im Hintergrund wird von den Betreuerinnen des Seniorenbereichs für die Küche gesorgt.

Auch die Einsatzeinheiten haben gut zu tun, gab es mit den Bränden in einem Geflügelstall und in der Gemeindeverwaltung im Jahr 2008 doch schon zwei Einsätze in Nottuln. "Hierbei sorgen wir für die Verpflegung der Feuerwehr und achten auf die Sicherheit, zum Beispiel dass niemand ohne Helm in das Gebäude geht", erklären die Rotkreuzleiter. Auch beim Elbehochwasser und bei der Schneekatastrophe waren die Teams im Einsatz.

Intern werden viele Weiterbildungen angeboten, so muss beispielsweise gelernt werden, ein Fahrzeug nur mit einem Einweiser rangieren zu können. "Unsere jungen Mitglieder sind alle sehr motiviert", freut sich Agnes Schürkötter. "Und wir freuen uns über alle Jugendlichen, die mitmachen wollen!" Ehrenamtliches Engagement – in einem Jahr kommen 5000 bis 6000 Dienststunden zusammen – und Teamarbeit werden großgeschrieben. Ohne Teamarbeit würde der Ortsverein nicht funktionieren. Sauer: "An dem Jubiläum sehen wir, dass er funktioniert!"

VON HANNE ERMANN

7. Juni 2008, Westfälische Nachrichten