Ortsverein Nottuln e.V.
Technik und Sicherheit
Einsatzeinheit Nord (EE I)

Februar 2006 Blutspendepremiere im Gymnasium


Premiere im Gymnasium gelungen
DRK zählte 250 Blutspender

Sportlich, sportlich: Zum ersten Mal sah Peter Stöpel, Gymnasiast und Fußballer in Nottulns Landesligamannschaft, sein eigenes Blut in den Plastikbeutel fließen. Foto: Dieter Klein -dk- Nottuln. Die Nottulner staunten: Wie das Deutsche Rote Kreuz den ersten Blutspendetermin im Gymnasium organisiert hatte, das verlangte Respekt. Mit drei großen, weißen Lastwagen des Blutspendedienstes aus Münster und einem Dutzend kleinerer Gefährte füllten die Teams den Parkplatz zwischen Forum und Dülmener Straße. Das war gegen 15.30 Uhr. Eine knappe Stunde später glich dieser Teil des Gymnasiums eher einem Feldlazarett denn einem Schulgebäude. Hinter der Bühne warteten drei Ärzte auf die Blutspender. Hier fanden die ersten Beratungen und Untersuchungen statt: Blutdruck, Temperatur, Puls und Blutfarbstoff-Bestimmung. Dann im Forum: Rechts und links der Bühne standen Teams neben 20 so genannten Entnahme-Betten. Hier wurde gezapft. Die Plastikbeutel mit dem Spenderblut übernahmen die Organisatoren. Diese wirkten an mehreren zusammengestellten Tischgruppen mitten im Raum. Die Spender durften derweil auf blauen Liegen unter den Fenstern ausruhen. Immer zehn nebeneinander. Rund 25 hauptamtliche Mitarbeiter waren aus Münster angereist. Mit ihrem Sprecher Dieter Schnieders. Fast noch einmal so viele brachte William Sauer vom DRK-Ortsverband Nottuln mit. Zahlen auf leuchtend-gelben Schildern halfen bei der Orientierung durch das für den Laien scheinbar unübersichtliche Gewusel. Dabei war alles bestens organisiert. Nummer 3 wies den Weg zur ärztlichen Untersuchung, 5 zur Blutentnahme, 9 zum Imbiss in die Kantine. Und die glich eher einer Uni-Mensa. Rund 500 Brötchen hatte Elfriede Sauer mit ihrem Küchenteam aufgeschnitten, geschmiert und belegt. Dazu noch ein paar große Brotlaibe in Reserve. 8 Kilo Aufschnitt gingen dabei drauf. Für Süße lagen noch einmal 200 Berliner Ballen bereit. Kaffee, Cola, Limo und Wasser standen auf den langen Tischen zur Selbstbedienung bereit.

Im Gymnasium ist mehr Platz als am früheren Standort der Nottulner Blutspendeaktionen, in der Liebfrauen-Realschule. Hier kann der DRK-Blutspendedienst mit drei Teams (bislang waren es zwei) arbeiten. Und doch konnte bei der Premiere die Rekordzahl von 280 Spendern, die an der Liebfrauen-Realschule zusammengekommen war, nicht erreicht werden. 250 Spender meldete William Sauer am Abend dennoch zufrieden.

Unter ihnen Leo Beuker, der zum zehnten Mal sein Blut in den Dienst der guten Sache stellte. Unerreichbar Franz Flaskamp, der sage und schreibe schon zum 100. Mal Blut spendete. Mit dabei aber auch 26 Erstspender, unter ihnen Peter Stöpel. Der hätte eigentlich gleich dableiben, essen und weiterschlafen können. Denn der Gymnasiast hatte hier gestern Morgen wieder Unterricht. Der nächste Blutspendetermin in der Gemeinde Nottuln findet am kommenden Mittwoch (15. Februar) von 16.30 bis 20.30 Uhr in Schapdetten im Pfarrzentrum statt.

Westfälische Nachrichten, 10. Februar 2006