Ortsverein Nottuln e.V.
Technik und Sicherheit
Einsatzeinheit Nord (EE I)

Januar 2011 Verabschiedung Bernhard Aldenborg


Mehr als nur ein Buchhalter

Im Kreis der Kinder wurde Bernhard Aldenborg am Mittwoch verabschiedet. Er war Bauherr, Bauleiter, Arbeitgeber und Buchhalter in einer Person. (Foto: Dieter Klein)

Nottuln - Der Abschied fiel Bernhard Aldenborg sichtlich schwer. Die 16 Jahre, in denen er Initiator, Bauherr, Bauleiter und ehrenamtlicher Geschäftsführer des "Alten Kindergartens" war, haben Freundschaften geprägt. Vor allem aber hat der Schapdettener mit dem Deutschen Roten Kreuz für Hunderte von Kindern einen sicheren Hort während ihrer ersten, wichtigen Lebensjahre geschaffen.

"Ohne Bernhard Aldenborg hätte es das alles nicht gegeben", lobte William Sauer, langjähriger Bereitschaftsführer des DRK-Ortsvereins Nottuln, seinen Weggefährten, der am Mittwoch im Alter von 76 Jahren sein letztes Amt beim DRK niederlegte.

Und ihn zu ehren, ihm zu danken, waren sie alle noch einmal zum DRK-Kindergarten gekommen: Ortsvereinsvorsitzender und Bürgermeister Peter Amadeus Schneider, stellvertretender Vorsitzender Richard Dammann, die DRK-Leiterinnen Maria Sklenak und Agnes Schürkötter, Dieter Schwörer und Rita Inhestern von der Kreisgeschäftsstelle sowie das Kindergarten-Team um Gisela Wieskus.

Die Kleinen tanzten für den "Großvater aller Kinder im Haus". Sich förmlich um ihn reißend, sangen sie: "Wir sind Kinder, das ist klar, wir sind Kinder vom DRK".

Peter Amadeus Schneider erklärte, dass Bernhard Aldenborg ein Ehrenamt innegehabt habe, dessen Träger im Verborgenen wirke, das aber gleichwohl mit viel Arbeit und Verantwortung verbunden sei. "Und dabei bist Du bescheiden und liebenswürdig geblieben. Das charakterisiert den Menschen Bernhard Aldenborg."

Auch DRK-Geschäftsführer Dieter Schwörer lobte den Schapdettener, ohne den es den "Alten Kindergarten" mit seinen heute zwölf Stellen nie gegeben hätte. "16 Jahre lang war Bernhard Aldenborg Arbeitgeber und Finanzbuchhalter in einer Person."

Mit vielen Geschenken bepackt, zog sich Aldenborg, begleitet von seiner Frau Anneliese aus dem "Alten Kindergarten" zurück nach Schapdetten. Sein Nachfolger wird der Appelhülsener Diplom-Volkswirt Manfred Kunstlewe. Aldenborg ging nicht gerne, meinte aber dann mit dem ihm eigenen Schalk: "Wenn es nicht so schwer wäre, würde ich gerne öfter Abschied feiern."

VON DIETER KLEIN, NOTTULN

Westfälische Nachrichten, 6. Januar 2011